Henriette Lanz, Stiftungsgründerin
(C) Heinrich Lanz Stiftung

Die Heinrich-Lanz-Stiftung

Der Aufbau des Zentrums wird durch die Heinrich-Lanz-Stiftung möglich gemacht, die für das erste Jahr 130.000 Euro bereitgestellt hat und die Arbeiten seit 2014 jährlich mit 220.000 Euro langfristig unterstützt. Der Vorsitzende des Stiftungsverwaltungsrates, Wolfgang Pföhler, der als ehemaliger Sozialbürgermeister der Stadt und langjähriger Geschäftsführer des Universitätsklinikums eng mit Mannheim verbunden ist, erklärte bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages, dass mit dieser Unterstützung ein nachhaltiger Beitrag zum Ausbau des Wissenschaftsstandortes Mannheim geleistet werde, der ganz in der Tradition der Stiftungsgründer liege.
Heinrich Lanz hatte mit der Herstellung von Landmaschinen ein Unternehmen von Weltgeltung aufgebaut (LANZ, später von John  Deere übernommen) und zusammen mit Carl Benz die Stadt Mannheim zu einem der bedeutendsten Industriestandorte im Deutschen Reich gemacht. Die Gründung der Heidelberger Akademie der Wissenschaften geht auf seine Initiative zurück, wurde aber erst nach seinem Tod 1905 durch seine Frau Julia Lanz, die das Stiftungswerk fortsetzte, verwirklicht. Julia Lanz unterstützte auch das berühmte Nationaltheater, gründete die nach ihrem Mann benannte Handelshochschule (heute Gewerbe- und Berufsfachschule) und war Vorsitzende des Mannheimer Frauenverbandes. 1916 gründete Julia Lanz eine Stiftung zum Betrieb des Heinrich-Lanz-Krankenhauses in Mannheim, einer für die damalige Zeit medizinisch und sozial vorbildhaften Einrichtung. Als die Stiftung aus dem durch Fusion des Heinrich-Lanz-Krankenhauses mit dem, Diakonissenkrankenhaus gebildeten, Diakoniekrankenhaus Mannheim ausschied, wurden Gelder frei, die jetzt im Anspruch und Auftrag der Stiftungsgründer für die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung im neuen Zentrum für personalisierte Medizin eingesetzt werden.