Oops, an error occurred! Code: 201804250005182aac4747

Willkommen im Heinrich Lanz Zentrum

 

Translationale Medizin wird klassischerweise als die Schnittstelle zwischen präklinischer Forschung und früher klinischer Entwicklung gesehen, als ein Feld, das sich mit der Übersetzung von grundlagen-wissenschaftlichen Errungenschaften in die Anwendung am Menschen beschäftigt. Da jedoch der Haupt-Benefit einer erfolgreichen Translation dem Wohlergehen und der Gesundung der Patienten insgesamt zu Gute kommen soll, muss der Bereich mit dem sich die Translationale Medizin befasst, in Zukunft weiter gefasst werden. Der Prozess der Translation sollte daher in der Regel schon beim Patienten, d.h. aus einer relevanten klinischen Fragestellung, einem ‚unmet need’  entspringen (sog. Reverse Translation bzw. Patienten zentrierte Translation) und bis hin zu einer Evidenz basierten klinischen (Routine-) Anwendung und assoziierten Versorgungsforschung entwickelt werden.

 

Um allen Patienten den Zugang zu den Errungenschaften der modernen Medizin verschaffen zu können’ hat vor ein paar Jahren schon der ehemalige NIH Direktor Elias A. Zerhouni postuliert, ‚ist neben der Verbesserung der generellen Rahmenbedingungen eine grundsätzliche Neuausrichtung der Strukturen der Translation notwendig’. In diesem Sinne war eine gemeinsame Kernforderung von BMBF, DFG und Wissenschaftsrat für die Hochschulmedizin der Zukunft, neue und übergreifende Organisationsstrukturen zu schaffen, die die Anforderungen an die medizinische Spitzenversorgung sowie an ein exzellentes Wissenschafts- und Lehrniveau auf der Ebene der Institutionen gewährleisten. Hierzu sollten translationale Forschungszentren etabliert werden, die in ihrer Konzeption und Organisation das enge Zusammenwirken von Forschung und Krankenversorgung unterstützen’.  

 

Das Heinrich Lanz Zentrums als Translationszentrum der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg soll diesen Forderungen Rechnung tragen und es dem Standort Mannheim erlauben über Fächer- und Disziplingrenzen hinweg, innovative translationale Ansätze zu verfolgen, in neue Therapien umzusetzen, diese Therapien im klinischen Alltag zu validieren und so am Krankenbett gewonnene Erkenntnisse wieder zurück in die Erforschung grundlegender Krankheitsprinzipien zu tragen.   

Auf gutes Gelingen

Ihr

Prof. Oliver Opitz, AGAF